00:00:01: Wir sind heute nach Salzwegel gereist und stehen im alten Gebäude, treffen uns mit.
00:00:07: An der Schliebhaarke!
00:00:09: Und was machen Sie hier?
00:00:11: Alles.
00:00:14: Na ja alles natürlich nicht aber schon sehr vieles.
00:00:18: also offiziell bin ich als Kulturmanagerin hier.
00:00:21: das Haus an sich ist ein altes Schulgebäude.
00:00:24: so das war die Mädchenschule die hier eröffnet wurde.
00:00:30: Es ist also ein alter neogotischer Backsteinbau, hat auch eine tolle Atmosphäre, mutet ein bisschen mittelalterlich an.
00:00:40: das war damals auch so beabsichtigt.
00:00:42: Tolles Ambiente für Kultur, also für Veranstaltungen und Ausstellungen die wir hier durchführen.
00:00:51: Stolze Städte Weites Land.
00:00:54: der Altmark Podcast Ein Landleben-Podcast für Altmark Liebhaber und Altmark
00:01:04: Entdecker.
00:01:11: Die ganz große Kunst, die vermutet man in der Altmark eher nicht.
00:01:15: also wir meinen Bilder von sehr berühmten Künstlerinnen und Künstlern wie sie im Museen in Berlin, Madrid oder Paris zu sehen sind
00:01:22: In der Hansestadt Salzwegel.
00:01:24: da gibt es aber ein Haus was damit wirbt eine exklusive Sammlung von einem Kunstliebhabers aus Houston in Texas zu zeigen.
00:01:32: Wir wollten wissen wie es dazu kam und haben in der Stadt, die vor allem eigentlich für ihren Baumkuchen bekannt ist ein außergewöhnliches Kunsthaus gefunden.
00:01:42: Wir nehmen euch in dieser Folge mit hinein und wünschen viel Spaß beim Hören!
00:01:52: Wir haben Druckgrafiken von sehr bekannten Künstlern hier im Haus.
00:01:56: Also sagen wir, das Hues-Hu der klassischen Moderne.
00:02:00: Was Silikandinski ist dabei Franz Marc, Kitty Kolwitz und George Cross um einige zu nennen...
00:02:08: Und das sind Originale?
00:02:10: Das sind Originalle ja!
00:02:12: Also auch Druckgrafiken sind Originale.
00:02:15: Sie sind ja von der Hand des Künstlers gemacht, sie unterscheiden sich natürlich von den großen Gemälden aber nichtsdestotrotz sind das wunderbare Arbeiten die eine großartige Qualität haben und anhand derer man unheimlich gut diese Zeit und die Kunst und die Künstler nachempfinden
00:02:33: kann.".
00:02:35: Das Haus in dem die Kunstwerke nun hängen hat eine ganz lange Geschichte.
00:02:39: es wurde als Mädchenschule gebaut war dann im Krieglatzerrett.
00:02:43: Zu DDR-Zeiten war das Pionierhaus der Stadt und nach dem Mauerfall auch mal kurz Gymnasium.
00:02:48: Dann war auch die Kreis Volkshochschule noch einmal hier drin, und das war bis Ende der neunziger Jahre.
00:02:53: Und derzeit regnet es hier schon durchs Dach – das Gebäude gehörte den Kreis – und er hat es dann verkauft und der neue Besitzer hat es leider leer stehen lassen zehn jahrelang unternommen, um das zu unterbinden.
00:03:09: Also dass es reinregnet und es hat also wirklich zehn Jahre ins Gebäude reingeregnet so da's schon in einem sehr desolaten Zustand gewesen ist als dann Gasko Priva nach Salzwiedel kam und im Prinzip initiierte, dass ein Salzwieder ein Kunsthaus entsteht durch seine Sammlung die er mitgebracht hat und die er angeboten hat, wenn ihr ein Kunsthaus oder einen Raum schafft in Salzwedel.
00:03:36: Dann gebe ich euch die Kunstwerke also meine Sammlung als Dauerleiage
00:03:39: habe.".
00:03:40: Auf dem Weg zur Ausstellung könnten Sie uns vielleicht erklären wer Gasco Priva ist?
00:03:45: Gasko Priva war ursprünglich in Deutschland geboren tatsächlich in Baden-Baden und ist dann aber, es war Ende der Vierzigerjahre und ist damit seiner Mutter allerdings ausgewandert in den USA und ist dann weiter dort aufgewachsen, hat dann sehr frühzeitig seine Frau kennengelernt.
00:04:05: Die Künstlerin geworden ist – also die haben sich glaube ich sogar an der High School getroffen – und sie ist Künstlerin geworden und dadurch ist er so ein Stück weit zur Kunst gekommen.
00:04:13: aber er hat was ganz anderes gearbeitet.
00:04:16: Er hat in einem großen Chemiekonzern gearbeitet und es um die ganze Welt gereist und hat sich aber eben durch seine Frau auch immer für Kunst interessiert.
00:04:26: Da er aus Deutschland kam und ich denke seine Ausreise ein bisschen auch in Zusammenhangsstand mit den Ereignissen rund um den Zweiten Weltkrieg, hat er sich also für deutsche Kunst sehr interessiert.
00:04:39: Und vor allem ist es jetzt besondere an dieser Sammlung für Kunst von deutschen Künstlern die von den Nationalsozialisten verfolgt und verfehmt worden sind.
00:04:49: Also das ist so ein bisschen die Klammer von dieser Sammlung, dass diese Künstler nicht mehr arbeiten durften unter dem Regime der Nationalsozialisten und dann eben vielfach das Land auch verlassen haben.
00:05:02: Also seine Bilder hat er jetzt nicht nur in Deutschland erworben sondern auch an anderen Ländern also wo es die Kunst eben hinverschlagen hat letztendlich.
00:05:12: Es
00:05:17: piept es hier an!
00:05:22: Wo stehen wir jetzt?
00:05:23: Wir stehen jetzt im ersten Obergeschoss, das ist unsere Kunst- und Kulturetage.
00:05:28: Und hier haben wir unsere Dauerausstellung also Broken Brushes und wir haben auch ein Sonderausstellungsbereich wo wir drei bis vier Ausstellungen ja zeigen von Künstlern überregional aber auch regional.
00:05:41: und aktuell ist aber tatsächlich die Jeze Schule in Salzwedel hier im Haus und sie macht ihr Kunstprojekt und schließen das auch mit einer Ausstellung ab.
00:05:50: Das heißt, die sind hier in unseren Ausstellungsräumen und arbeiten an Kunstwerken wirklich konzentriert eine Woche lang und machen am Ende eine Ausstellung.
00:06:00: also ich denke es schon was Besonderes.
00:06:03: Wir fassen mal zusammen Es gibt einen Kunstsammler aus den USA der seine Bilder Salzwidl ausleihen würde Und es gibt im Salzwidel ein großes leerstehendes Haus in das es rein regnet.
00:06:14: Die Idee zu einem Kunsthaus hatte dann der Sammler zusammen mit drei weiteren Männern.
00:06:19: Das war im Jahr zehntausendzehn.
00:06:21: Vier Jahre später wurde aus der Initiative die Kunststiftung Salzwidel gegründet, die Stifter Dietrich von Gruben und Eckhardt Steffens, die kauften das Leerehaus, sanierten es und gaben es zur Stiftung.
00:06:36: Bei mir drehen sich die Frage auf, Sie hatten Geld über und möchten was für die Gemeinschaft tun.
00:06:40: Sie hätten ja auch einen Springbrunnen kaufen können?
00:06:41: Wie kommen sie zur
00:06:42: Kunst?".
00:06:43: Tatsächlich ist es Neo-Roch gewesen mit seiner Ausstellung in Wolfsburg.
00:06:48: Da war ich selber von mir überrascht, dass mich das so gefangen genommen hat.
00:06:52: Und so hat es dann eigentlich angefangen.
00:06:54: Dann habe ich mir das erste eigene Kunstwerk gekauft.
00:06:57: So ist es immer mehr geworden.
00:06:58: aber letztendlich glaube ich... Hätte es auch nicht unbedingt Kunst sein müssen.
00:07:04: Es war wirklich mehr der Wille etwas für die Region zu tun.
00:07:07: und dieser Hintergedanke, den wir jetzt ja eigentlich immer mehr erleben, dass immer weniger zusammenkommender Menschen stattfindet.
00:07:15: Das gibt eigentlich die übliche alte... Bar, die wir noch kennen, wo man abends in der Klerpe gesessen hat gibt es eigentlich fast gar nicht mehr.
00:07:23: Die Leute gehen nicht mehr in die Kirche meine Kinder gehen auch nicht mehr einkaufen also wo trifft man sich dann überhaupt?
00:07:28: Noch ein Markt gibt es leider auch nicht und da fanden wir das eigentlich eine tolle Idee um einen Treffpunkt zu haben, der einmal international ist.
00:07:37: Also die Touristen kommen eigentlich gerne ins Kunsthaus wenn sie von uns erfahren und diese Mischung dann zwischen den Salzwinnelern und aus der Region und den Künstlern bzw.
00:07:48: deren Ausstellung und das erleben wir eigentlich immer ganz toll, wenn es Hals-Molzberger ausstellt der hat immer dann amerikanische Studenten hier und da kommen die amerikanischen Studenten und dann versuchen wir mit den Salzwählern auf Englisch eine Kommunikation was nicht immer einfach ist und dann merken plötzlich die Salzwäler wie schön Salzwühl ist weil die Amerikaner dann sagen boah Ein Tor von fourteenhundertneunundzwanzig.
00:08:10: Das gibt es in ganz Amerika nicht, ja?
00:08:13: So und dann kommen diese beiden Welten zueinander und dann kommt so eine Begeisterung für beide sein.
00:08:17: Die für die Salzhöhle und natürlich auch für die Amerikaner.
00:08:21: Für diesen fremden Blick.
00:08:23: Und das ist einfach ne totale Bereicherung!
00:08:25: Jetzt ist die Altmark nicht bekannt als Kunstregion würde ich mal ganz... Schaf behaupten.
00:08:32: Es gibt Touristen, die sich das anschauen.
00:08:34: wie ist das hier angenommen worden?
00:08:36: Das wirkt ja erst mal so ein bisschen auch wie so eine ufo-hohe Kunst herzuholen.
00:08:40: Ja das ist natürlich der Gedanke dass man sagt auf dem Land es nicht so viel Nachfrage.
00:08:46: aber auf der anderen Seite gibt's aber auch hier Menschen die sich für Kunst interessieren.
00:08:50: Wir haben halt den Vorteil, dass wir klein sind.
00:08:52: wenn ich nach Berlin fahre und gehe da ins Museum in Zweifel jetzt bei der neuesten scharf Ausstellung Da stehen die Leute in einer Stunde vor einem Museum, das sie überhaupt reinkommen
00:09:01: können.
00:09:02: Bei uns steht eigentlich keiner von der Tür da reinkommt.
00:09:05: Wir sind froh wenn hier am Tag fünf oder acht oder zehn Interessierte kommen aber um die kümmern wir uns dann auch.
00:09:12: Den begrüßen wir auch den bieten wir auch an dass wir ihnen was zu der Kunst noch erzählen.
00:09:18: Es ist kostengünstig.
00:09:19: Wir nehmen die vier Euro, wir nehmen sie eigentlich nur damit es nicht kostenlos ist.
00:09:22: Nicht weil wir vier Euro unbedingt haben wollen, sondern weil es darf nicht umsonst, Kunst darf nicht, umsonsten sowieso nicht aber auch nicht kostenlost.
00:09:30: Weil die Leute dann denken das ist nichts wert.
00:09:33: Aber wir haben hier so ein Bild da können wir das eigentlich immer super gut erleben.
00:09:36: Ja Hinder!
00:09:36: Wo ist es?
00:09:37: Ich kann doch gerne hingehen.
00:09:40: ich hoffe ich finde es jetzt noch, weil wir haben ja umgehängt deswegen bin ich nicht mehr ganz sicher.
00:09:48: Ja, genau hier ist es.
00:09:49: So an diesem Bild, wenn Sie da jetzt zwei Minuten drauf gucken und weggehen dann haben sie eine Person nicht gesehen.
00:09:56: Sie sehen hier den Soldaten und davor, also aus Gründerzeit, und dvor sehen sie eine Frau die auf der Straße lebt.
00:10:04: das sehen sie daran dass sich so ein Rucksack drauf hat.
00:10:08: Das ist ihre Frisur.
00:10:09: ja Die sehen sie normalerweise nicht.
00:10:11: Wenn sie nicht Zeit nehmen für das Bild dann verstehen sie das gar nicht.
00:10:15: Und die winzige Geschichte war, ich hatte einen Ehepaar und die hatten schon zwölf jährige oder neunjährige dabei.
00:10:20: Wir gingen so rum, ich erklärte alles und wurde dem langweilig.
00:10:23: Habe ich gemerkt das wird jetzt lang.
00:10:25: Ich habe gesagt stelle dich mal vor dieses Bild und guck dir es an.
00:10:28: wir gehen auch weiter rum und wenn wir bei dir sind erzählst du uns was du gesehen hast.
00:10:31: und was sagt dieses Mädchen?
00:10:33: Die hat nur die Frau gesehen!
00:10:34: Die hat nicht den Soldaten gesehen.
00:10:36: und warum?
00:10:37: man sieht nur was man weiß.
00:10:39: Die hat noch nie einen Soldaten mit der Pickelhaube gesehen, deswegen hat sie die nicht erkannt.
00:10:44: Das sind so die spannenden Sachen, die bei einer Kunst einfach so das I-Tüpfelchen sind und deswegen finde ich es einfach wichtig dass die Menschen damit auseinander gesetzt werden.
00:10:53: also Kunst ist aus meiner Sicht extrem wichtig um den Welt zu verstehen.
00:10:57: Wir stehen jetzt vor einem Bild von Heinrich Zille.
00:10:59: Es heißt Kaisers Geburtstag Eine Radierung von nineteen.
00:11:04: fünf zehn.
00:11:07: Jetzt liegen hier auf dem Fußboden lauter Sachen rum.
00:11:11: Genau, auf dem Fußboden stehen zwei große alte Koffer und da hat das Konstitut kleine Stationen im Prinzip aufgebaut.
00:11:21: Und da geht es einfach darum sich mal damit auseinanderzusetzen wie man die Ausstellung pädagogisch vermitteln kann also an Kinder und an Erwachsene Und in den Koffern ist gar nicht so viel drin.
00:11:32: Also hier im Ersten sieht man mehrere Zettel, auf denen Fragen abgebildet sind.
00:11:38: also zum Beispiel was interessiert dich an der Ausstellung?
00:11:41: Wir stellen die Bilder der Ausstellung mit Fotografie nach.
00:11:45: oder was könnte sich in diesem Koffer zu entdecken?
00:11:49: der Ausstellungen befinden geht auch ein bisschen darauf zurück, dass das Konstitut sich ja noch in der Gründung befindet und dass man ins Gespräch kommt mit Besuchern.
00:11:59: Ja was können wir diesen Koffer eigentlich reinpacken?
00:12:02: Was könnte dich?
00:12:06: Das Konstitut ist eine Jugendkundschule, die sehr stark sozial ausgerichtet ist.
00:12:11: Nicht nur Kunst, sondern wir wollen mit den Jugendlichen arbeiten, die in den Hochhäusern leben und den Flüchtlingen, die jetzt hier angekommen sind.
00:12:19: Auch mit schwierigen Gruppen wollen wir erreichen.
00:12:22: Da sind wir stolz, dass wir diesen Weg gehen dürfen oder wird auch stark gefördert.
00:12:27: Da ist dieses ganz Private ein bisschen raus.
00:12:29: Das Kunsthaus möchte also Kinder- und Jugendliche ansprechen?
00:12:33: Als wir die Ausstellung besuchen, ist auch eine Klasse von der Jeze Schule in Salzwilhelmhaus.
00:12:38: Die lässt sich in einer Projektwoche von der Kunst an den Wänden inspirieren und macht am Ende mit den eigenen Werken eine Ausstellung.
00:12:46: Im Keller gibt es sogar eine Druckwerkstatt, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden kann.
00:12:51: Das Kunsthaus ist nicht nur ein Ort, in dem berühmte expressionistische Drucker- und Zeichnungen hängen – das Offen ist für junge Menschen, sondern es soll noch mehr sein!
00:13:01: Eine Sache habe ich noch nicht erwähnt, wir haben ja auch unsere große Aula und da finden ganz viele Konzerte statt.
00:13:07: Theateraufführungen, Lesungen also ein breites Spektrum.
00:13:12: Sie haben auch einen Ort geschaffen für Salzwedel wo Kunstkultur stattfinden kann, den es vorhin nicht gab?
00:13:19: Doch es gibt Kunst- und Kulturorte in Salzwedeln auch vorher schon.
00:13:23: das Besondere ist jetzt wirklich die Kunst.
00:13:25: also in dem Sinne hatte Vorher noch nicht einen solchen Ort und ich glaube aber es ist auch ein besonderer Veranstaltungsort, der sich ein bisschen unterscheidet von anderen also auch von der Größe her.
00:13:38: Wir haben ja hier in Salzviel auch das Kulturhaus und da kommen dann eben bekannter Musiker oder Ensemble und bei uns in der Aula mehr so das kleine Feine.
00:13:50: Wir haben ein zweihundert Quadratmeter Saal mit einer tollen Akustik, also da gibt es viel Holz-Pakettfußboden und Holzverteflung umlaufend.
00:14:00: Und das wird sehr geschätzt vor allen Dingen von klassischen Musikern.
00:14:04: Also wir haben eine ganz tolle Klassikreihe die nennt sich Musik im Dialog und da tritt also circa einmal im Monat gibt's da einen Konzert
00:14:15: Das hier aus einem Einst Leer stehenden und kaputten Haus, ein Kunsthaus mit hochklassikten Werken und vielen Angeboten werden konnte.
00:14:24: Das ist auch dem Förderprogramm Lieder zu verdanken.
00:14:27: Also es geht ja bei so einem Liederantrag um eine Investition und möchten gerne noch weiter investieren in die Ausstattung des Hauses und dazu gehört unter anderem auch Mobillar für die Druckwerkstadt also dass man da gut arbeiten kann mit Kindern und Erwachsenen.
00:14:43: Dann gehört auch Mobillar für die Aula dazu, was haben wir noch?
00:14:47: Wir haben hier ein mittelgroßes Grundstück.
00:14:51: Wir möchten gerne, dass das befriedet bleibt, dass da nicht alles mit Autos vollgestellt wird.
00:14:56: Und es ist extrem schwer!
00:14:58: Also wir werden eigentlich ständig vollgeparkt... Das stört natürlich.
00:15:01: wenn sie einen Klassischen Konzert haben und dann haben wir immer gerne im Sommer die Fenster auf, weil die Leute in die Bäume gucken können oder sollen meine romantische Stimmung ist, dann macht es plötzlich klark.
00:15:14: Das ist das was man nicht braucht und deswegen wollen wir da eigentlich gerne das bisschen
00:15:17: befrieden.".
00:15:18: Und die Salzwiederkunstfreunde wollen in Zukunft noch etwas – Es geht um die Dauerausstellung!
00:15:23: Die Sammlung von Gas Kubriva soll eigentlich nur für zehn Jahre in der Altmark sein….
00:15:28: Ich glaube die zehn Jahre sind um oder?
00:15:30: Ja
00:15:30: da haben sie recht, die zehn jahre sind rum und wir sind auch im Gespräch.
00:15:34: der Dozent Hans-Molzberger, der als Dozent in Houston ist.
00:15:37: Und diesen amerikanischen Kurtz hat er kennengelernt.
00:15:40: Da gehört auch zu dieser Initiativgruppe.
00:15:42: Und der fährt jetzt wieder runter und hat schon gefragt, ob wir jetzt irgendwie mal verhandeln wollen?
00:15:46: Es geht jetzt darum, ob ihr eventuell die Bilder kaufen oder er sie eben zurücknimmt.
00:15:52: Das weiß ja aber noch nicht, das wissen Sie jetzt.
00:15:55: Unser Interesse ist, dass wir von den seventy-fünfzig Bildern nur siebenundfünfzig ankaufen möchten weil die direkt zu dieser Expressionistensituation gehören und uns passen.
00:16:04: Aber dann müssen wir halt verhandlen über ein Teich!
00:16:07: Okay, das heißt Sie möchten diese Bilder kaufen?
00:16:10: Haben sie auch Gedanken die ganze Ausstellung dann noch weiter zu entwickeln abgesehen von den fifty-seven expressionistischen Werken.
00:16:16: Also wir haben das als Dauer Stellung.
00:16:19: insofern ist es so dass die auch hängen bleiben werden.
00:16:22: Wir haben sich jetzt einmal umgehängt nachdem eine große Ausstellung mit Hans Eichinger aus Leipzig hatten und Matthias Kant.
00:16:28: da muss ich jetzt dazu sagen natürlich haben wir alles abgenommen und alles wieder aufgehängt Und die Idee ist dass wir jetzt hier einen Raum leer haben.
00:16:36: In diesem Raum wollen wir jetzt immer einen Künstler vorstellen.
00:16:38: Weil wenn Sie so rumgehen, dann sehen sie ein Bild von einem Künstlern.
00:16:43: Aber Sie wissen ja selbst der Künstlerin, da steckt natürlich eine ganze Welt dahinter.
00:16:46: und um das auch mal zu zeigen was alleine hinter einem Kunstwerk oder einem Kündler an Informationen, an Wissen, an Gefühlen steht, wollten wir eben dann immer einen künstlerseparat präsentieren.
00:17:04: Salzwedel ist viel mehr als der bekannte Baumkuchen Das wussten wir natürlich schon, aber das im Norden von Sachsen-Anhalt Werke
00:17:12: so berühmter
00:17:13: Künstlerinnen und Künstlern wie Gandinsky, Kölwitz und Cleyheng – das hätten wir nicht vermutet.
00:17:19: Das Kunsthaus das peppt die regionale Kunstszene auf und es ist damit auch ein Ziel für Kunstfans, die sich ansonsten für Berlin Leipzig oder Dresden interessieren.
00:17:29: Damit haben wir in diesem Podcast einen weiteren Kulturort in der Altmark entdeckt.
00:17:34: Hört mal rein in unsere Folgen über die Künstlerstadt Kalbe, den Anker Arneburg oder die Musikmarkthalle Osterburg.
00:17:41: Und das sind lange noch nicht alle!
00:17:43: Die Kunst- und Kulturlandschaft der Altmark ist ganz schön vielfältig für so eine ländliche Region.
00:17:57: Den Altmark-Podcast produzieren die Journalisten Björn Menzel und Pierre Gehmlich.
00:18:02: Diese Folge wird im Rahmen des LIDAR CLLD-Programms von der Europäischen Union cofinanziert.