00:00:00: Die Altstadt ist halt noch relativ komplett erhalten.
00:00:03: und was für Werben auch Besonderheit ist, es gibt natürlich in Deutschland viele alte Städte.
00:00:09: Aber sehr oft ist dann Außenrum, Jugendstilviertel.
00:00:12: Und dann kommen noch mal die Neubauten und dann kommen die ganzen Supermärkte.
00:00:17: Wenn man vom Süden auf Werben zukommt, dann denkt man ja es ist eine reinmittelalterliche Stadt da sieht man eigentlich nur die große Kirche und die Dächer der Häuser.
00:00:26: Das macht das auch besonders dass hier auch eben sehr viel gut erhalten ist.
00:00:33: Stolze Städte Weites Land.
00:00:36: Der Altmark Podcast Ein Landleben-Podcast für Altmark Liebhaber und Altmark
00:00:46: Entdecker.
00:00:54: Werben ist die kleinste Hansestadt Deutschlands, wir waren schon einmal hier.
00:00:59: Ihr könnt es in der Folge über die Hanse hören.
00:01:01: Sie heißt damals Hanse heute ein Erlebnis.
00:01:05: Jetzt fahren wir noch einmal nach Werben ganz in den Norden von Sachsen-Anhalt.
00:01:09: Wir wollen euch die kleine Stadt an der Elbe mit ihren etwa neunhundert Einwohnern als Reiseziel vorstellen Und euch Tipps zum Übernachten, Speisen und für Entdeckungen geben.
00:01:19: Denn Werben ist einen Besuch wert wegen der Hanse.
00:01:23: Na klar!
00:01:23: Aber in der Stadt dreht sich auch ganz viel um die Biedermeierzeit, um die Rettung Altehäuser... ...und Werben isst ein Ort, der besondere Leute anzieht.
00:01:33: Einer davon ißt Jochen Grossmann.
00:01:35: Grossmann eist Professor für klassischen Gesang.
00:01:38: Er stammt eigentlich aus Oberfranken, lebt in Berlin.. ..und die kleine Stadt Werben hat es ihm angetan.
00:01:44: Hier verbringt er seinen Ruhrstand, wobei Ruhrstand bei ihm eigentlich nicht passt.
00:01:48: Er hat sich zwei alte Fachwerkhäuser gekauft.
00:01:50: Ist Kantor in der Kirche von Werben und engagiert sich in einem Verein, der sie um alte Häuser kümmert und Leben mit die Stadt bringt.
00:02:03: Wie weit ist es bis zum Café?
00:02:05: Direkt auf der anderen Seite der Kirchen.
00:02:07: hier ist alles nahe.
00:02:09: Also Werben ist ein Stadt der kurzen Wege?
00:02:11: Ja genau!
00:02:15: Dieses Gebäude, wo wir jetzt hingehen das war die frühere Knabenschule.
00:02:22: Und als wir dieses Kaffee entwickelt haben weil wir hier ja so ein bisschen die Bienermeierzeit pflegen haben wir uns überlegt wie können wir das nennen?
00:02:31: und bei mit einem Busch der Lehrer Lempel.
00:02:34: Das passt natürlich zur Schule und auch die Zeit passt So dass wir dachten das ist eigentlich eine schöne Ergänzung.
00:02:41: wenn die ehemalige Schule Ein Kaffee hat was nach einem Lehrer benannt ist und auch unser Logo sieht man gleich, das ist der Lehrer-Lämpel mit dem erhobenen Zeigefinger.
00:02:53: Das hat sich eigentlich sehr gut etabliert.
00:02:56: Sie haben das Haus wieder so hergerichtet wie es damals zu dieser Zeit in etwa gewesen ist?
00:03:01: Bist eine Zeitreise dann gehen wir mal rein in die Zeitreisen.
00:03:05: Ich muss außen rum.
00:03:06: ich lasse hier vorne rein weil der Schlüssel geht nur vier.
00:03:13: So hier ist die Gaststube Die natürlich früher mal ein Klassenzimmer gewesen ist, beziehungsweise irgendwann hat auch ein Lehrer hier gewohnt und die Klassenzimmer waren oben.
00:03:25: Wir haben eben die Idee mit dem Biedermeier und deswegen haben wir die Einrichtung so im ländlichen Biedermeyer Stil gemacht.
00:03:33: das heißt also relativ schlichte Möbel kleine schöne Tische mit kleinen Stühlen und ein schöner Guseiser nach Ofen.
00:03:41: Im Winter ist jetzt auch Samstag Sonntag hier geöffnet und es ist dann sehr gemütlich, wenn hier der Ofen schön warm ist.
00:03:48: Und man hier sein Kaffee trinkt und sein Kuchen isst und man sieht alles schön grün angemalt die Wände und alte Lampen mit Glaszylindern.
00:04:00: Früher hatte man solche Lampen als Öllampen.
00:04:03: Da sprich, da war Öl drin und da waren so Schwimmer drinnen.
00:04:07: Heute ist natürlich mit elektrischem Licht.
00:04:09: also ein bisschen Kompromisse an die neue Zeit machen wir schon.
00:04:13: Ich habe gelesen dass Sie hier Biedermeiermärkte machen.
00:04:15: was hat Werben mit der Biedemeierzeit zu tun?
00:04:17: Die meisten Häuser sind aus dem achtzehn Jahrhundert.
00:04:22: Dies wurden natürlich immer auch verändert und es gibt doch viele Elemente aus der Biedermeierzeit, die man hier tuegriffe und Fenster und so.
00:04:31: Und die Idee war eben auch irgendwas zu machen was es nicht schon hundertmal gibt.
00:04:36: also Mittelaltermärkte oder so gibt's ja viele.
00:04:39: aber Biedermeyer ist eine Sache die eigentlich nicht so sehr bekannt ist und das passt hier auch diese kleine biedermeyerliche Stadt kleinbürgerlich.
00:04:49: Das war ja so ein bisschen die Biedemeierzeit Und es passt sehr gut hierher.
00:04:54: Unser Tipp kommt am besten mal Anfang Juli oder zum dritten Adventswochenende nach Werben, dann finden die mittlerweile in der Region schon berühmten Biedermeier-Märkte statt und Werben verwandelt sich in eine Stadt wie vor zweihundert Jahren mit Handwerkern, Marktständen und Veranstaltungen.
00:05:11: Wir lassen uns von Jochen Grossmann im Kaffee Lämpel noch die Theke zeigen und die Küche, in der die Kuchen gepackt werden.
00:05:17: Die Spezialität hier ist eine Stachelbär-Besehtorte.
00:05:21: Und dazu ein Pot, wie soll das anders sein?
00:05:24: Biedermeyer Kaffee mit Eierlikör und Sahne.
00:05:27: Und
00:05:28: Gäste die mit dem Fahrrad oder mit dem Auto nach Werben gekommen sind können halt machen und sich stärken.
00:05:34: Schaut am besten vor ins Internet ob das Café geöffnet hat.
00:05:37: In dem Haus soll aber noch mehr entstehen.
00:05:40: Jochen Grossmann zeigt uns die obere Etage, die noch aussieht als wenn die letzte Schulklasse vor siebzig Jahren gerade ausgezogen ist.
00:05:47: Der Verein Arbeitskreis Werbner Altstadt, Kurz-Awa möchte auch diesen Teil sanieren und damit das ganze alte Schulhaus erhalten.
00:05:55: Dabei helfen auch EU Fördermittel aus dem Liederpuck am.
00:05:59: Häuser zu erhalten?
00:06:00: Das ist eines der großen Ziele des Vereins von Jochen Grossmann
00:06:04: was für so ein Stadtbild halt nicht schön ist wenn es Baulücken gibt Und gibt natürlich schon auch einige, aber wir versuchen das mit allen Mitteln zu vermeiden und deswegen Erhalt vor Neubau.
00:06:17: Auch wir wollen zeigen dass solche Häuser sehr schön lebenswert sind, dass man in solchen alten Häusern sehr gut wohnen kann was natürlich auch einen ökologischen Grund hat.
00:06:29: Es gibt hier viele Häuser die man bewohnen könnte und man müsste nicht unbedingt vor der Stadt immer neue Häuser hinsetzen.
00:06:38: Ja und wir versuchen natürlich auch jetzt Leute hier zu begeistern, verwerben dass die Häuser hier kaufen und restaurieren.
00:06:47: Da sind wir mehr Vermittler aber wir helfen auch mit Rat und Tat.
00:06:52: Wir haben im Verein auch ein Restaurator der sich sehr gut auskennt den Leuten zur Seite steht welche Materialien wie man was macht Und man hilft sich auch gegenseitig.
00:07:04: auch gucken Jetzt zum Beispiel Leute in mein Haus an, wie hast du das gemacht?
00:07:08: Und wie funktioniert dieses und jenes.
00:07:10: So hilft man sich
00:07:11: gegenseitig.".
00:07:12: Wer mehr über die alten Häuser und die früheren Bewohner wissen möchte, der kann beim Verein eine Stadtführung buchen.
00:07:19: Zu sehen gibt es nicht nur die Fachwerkhäußen sondern auch große Stadthäuser – wie etwa das Kommandeurhaus, in dem der Kommandant einer Garnison lebte.
00:07:27: Sehenswert sind der Marktplatz des Elbtor aus Backstein.
00:07:31: Und
00:07:34: wir haben noch einen Tipp bekommen.
00:07:36: Wir sollen uns unbedingt das Rundfunkmuseum anschauen, denn es gibt ein Verrückten im Werben.
00:07:42: Wir meinen das wirklich positiv der alles sammelt was nur ansatzweise mit Ton und Bild zu tun hat.
00:07:48: Und diesen Sammlern müssen wir als Podcast dann natürlich treffen.
00:07:51: Sein Museum ist auch nur ein paar Schritte von der Innenstadt entfernt.
00:07:55: Es befindet sich in einer ehemaligen Brillenfabrik.
00:07:58: getreffen Rüdiger Hase.
00:08:08: Wollen Sie mal rumgucken?
00:08:09: Ich komm hier nicht im Flur.
00:08:14: Warum haben Sie einen Rundfunkmuseum?
00:08:15: Das existiert seit zehn Jahren, solange war ich in Seehausen und hatte ein Heifeladen oder Euronix-Laden.
00:08:22: Da habe ich von der PiG auf gelernt diesen Job natürlich.
00:08:24: Deshalb auch diese vielen Urkunden die alle hängen.
00:08:28: Und da hab ich mit siebzig meinen Job aufgegeben.
00:08:31: Dieses Grundstück hier stand leer.
00:08:33: War eine alte Fabrik, ne Brillenfabrik.
00:08:35: Ein Ableger von den rathenoroptischen Werken.
00:08:39: Die haben sechszig Frauen drinnen gearbeitet.
00:08:41: Das war nämlich mal ein E-Werk von neunzehntundzwanzig an.
00:08:44: Was erwartet uns denn, wenn wir hier in Werben ankommen und bei ihnen ins Rundfunkmuseum gehen?
00:08:49: Also mein Museum ist hier öffnet vom ersten Mai bis dreißigsten September also zur besseren Jahreszeit Und so wiegt die Tür offen habe kommen natürlich auch Leute rein weil sie gucken was es hier los Musik Gramophonmusik und alle möglichen anderen Sachen.
00:09:05: dann kommen die herein und bleiben hier stundenlang.
00:09:08: Ich kann mich mit denen unterhalten.
00:09:10: Also ich besitze hier fast tausend Geräte von nineteenhundert an bis in die Jetzzeit, meist Rundfunkgeräte natürlich auch Fernseheräte.
00:09:20: meine Ausstellung ist schon eigentlich weltbekannt irgendwas in Deutschland sehr bekannt bin noch mit vielen befreundeten Museen, wie zum Beispiel in Stasfurt.
00:09:30: Im damaligen Fernsehräterwerk gibt es jetzt auch ein Museum oder im Königsfußehausen gibt es auch einen Museum, den so genannten Funkerberg von dem die erste Rundfunksendung, Löhntesundundherzwanzig nach dem Ersten Weltkrieg als Langwillensender in den Eta geschickt
00:09:45: wurde.".
00:09:46: Was dazu hören war, war das Lied stille Nacht heilige Nacht.
00:09:50: Damals gab's noch gar keine Radios um das hören zu können – Das Weihnachtslied im Dezember-Nurzehnundzwanziger.
00:09:55: Das konnte nur Funker empfangen.
00:09:57: Erst drei Jahre später startete die erste Radiosendung.
00:10:01: Wer sich solche Funkgeräte oder ersten Radius ansehen möchte, im Museum in Werben stehen auch die.
00:10:07: Im Grunde ist hier aus jeder Zeitepoche etwas zu finden.
00:10:11: Unser Highlight waren so spacig abgefahrene Fernseh-Geräte, die gleich vorn am Eingang stehen.
00:10:17: Das ist ein Gerät, das wurde nur ein paar Mal als Messestück gebaut.
00:10:23: So ein Vorzeige.
00:10:25: hier redet von Luigi Colani.
00:10:28: Den Ding habe ich zu Ostseiten schon, als die Wände kam.
00:10:34: Hatte Luigi Colani mal probiert mit den westlichen Firmen, die es damals viele Telefonken, wie sie alle hießen.
00:10:42: Ist mit diesem Ding aus Südfrancay gekommen und da hat er dieses Ding designt.
00:10:46: hier, das ist mit dem Unterteil Und mit einer neuen umfünften Farbbildröhre und die im Westen drüben, die Firmen haben das abgeliehen.
00:10:54: Da haben wir gesagt ne, also so eine Kiste bauen wir nicht.
00:10:56: Die wird aber zu teuer weil sie auch nicht einfach.
00:10:58: so einfach zu bauen ist dieses Modell.
00:11:04: Wir können die nicht verkaufen, weil die dann sehr teuer werden würde.
00:11:09: Und ein paar Wochen später ging die Grenze auf... ...und dann kam Luigi Colani mit seinem Sportwagen und dieser Kiste aus Papmaché und so, mit einem Modell nach Staswurt.
00:11:20: Und hat die damals hier DDR-Fabrik, die Chefs da gefragt würden sie mir so ein Ding bauen?
00:11:25: Dann haben die gesagt natürlich wenn der Große Golanio kommt wir bauen ihm das Ding.
00:11:30: Neuer war ein bisschen teurer als die normalen Standardgeräte.
00:11:34: ja aber Fahrfernseher waren zu Ostseiten immer schon teuer.
00:11:38: dieser kostete da ¥.
00:11:39: Oder die großen six-tausend zweihundertfünfzig mit Färmbedienung sechs tausend sieben hund, also ja Ostmark schon.
00:11:45: Ja das war also wir waren ja jüte Preise hier wöhnt.
00:11:48: Rüdiger Haase hat wirklich zu jedem seiner Tausend Geräte eine Geschichte parat.
00:11:53: unser Tipp viel Zeit mitbringen.
00:11:56: zum Schluss schmeißt uns der Sammler noch sein Grammophon an und wir verlassen das Museum wieder Richtung Altstadt.
00:12:02: Das ist ein sogenanntes Trichter Grammophone.
00:12:05: Sie kobeln jetzt.
00:12:06: Ich grobe jetzt diese riesige Feder, die hier drin ist an.
00:12:08: Das kann so fünf Minuten dauern bis sie die entschorene Spannung hat.
00:12:12: Jetzt werde ich hier praktisch dieser Schallmuschel in der dieses Stahlnahle steckt.
00:12:17: Die senke geht sich ab und dann müssen wir sehen ob wir irgendwas passieren.
00:12:26: Den Link zum Museum repacken wir euch in die Show-Notes.
00:12:30: In der Altstadt wartet noch ein Höhepunkt auf uns.
00:12:32: Jochen Grossmann hat uns eingeladen einmal in die Kirche zu blicken.
00:12:36: Das wollen wir auf jeden Fall.
00:12:37: Denn die Kirche haben wir schon von weitem gesehen, als wenn mit dem Auto nach Werben
00:12:41: kamen.
00:12:42: Also das Highlight ist einmal der große Marienalter und eindeutig die mittelalterlichen Fenster.
00:12:49: Wir haben hier glücklicherweise noch einen großen Bestand an Fenstern also Glasmalereien aus einem späten Mittelalter, die von einer sehr hohen Qualität sind Und daher ist das sicher ein Highlight.
00:13:04: Dadurch der ganze Raum, dieser große Raum und da gibt es eben noch andere Altäre die der Kerzenleuchter, die Taufe also es gibt hier wirklich vieles zu sehen, die Kanzel... Also das Erstaunliche ist dass hier glücklicherweise Nach der Reformation durch relativ viel erhalten geblieben ist.
00:13:25: Es gibt Kirchen, da hat man dann vieles zerstört oder weggenommen.
00:13:29: Hier gab es natürlich auch viel mehr Altäre aber es sind immerhin noch vier bedeutende Erhalten.
00:13:37: Ein
00:13:37: Altar, das manche Leute übersehen, aber eigentlich der Wichtigste ist dieser hier.
00:13:43: Das ist ein wirklich ganz bedeutendes Schnitzwerk von und stellt die heilige Sippe oder annen Altar.
00:13:52: Das heißt, dass in alle Verwandten von Jesus, die in der Bibel erwähnt sind, hier dargestellt.
00:13:58: Und das Erstaunliche ist, wenn man es anschaut, sind unglaublich karaktervolle Gesichter.
00:14:04: Also wer hier nach Werben kommt sollte diesen Altar unbedingt anschauen.
00:14:11: Sie persönlich sind hier Kantor machen Musik?
00:14:15: Wo steht das Instrument?
00:14:18: Ganz bescheiden, ganz klein mit drei Registern.
00:14:21: Aber für den Gottesdienst tut's das.
00:14:24: Das Raffinierte an dieser Orgel ist, sie funktioniert auch mit elektrischem Strom aber man kann sie auch ohne Strom benutzen indem man die Luft pumpt im Grösation.
00:15:07: Von Mai bis Oktober ist die Kirche stets offen.
00:15:09: der Altstadtverein kümmert sich um die Besucher.
00:15:12: Die Kirche ist also ein Tipp.
00:15:13: Sie hat uns wirklich beeindruckt vor allem die Größe.
00:15:17: Im Verhalten ist.
00:15:17: zu dieser Kleinstadt?
00:15:19: Ja, das hat geschichtlich mehrere Gründe.
00:15:23: Werben war im Mittelalter, gab es hier mal eine Burg.
00:15:27: Wir wissen allerdings nicht genau wo.
00:15:29: Die wurde dann ... Weil die Elbe war lange Zeit ne Grenze aber die wurde irgendwann nicht mehr benötigt.
00:15:37: und dann wurde dieses ... Die Burg und Kirche, die sie ja schon gab dem Johannieter Orden übergeben, elfhundertsechzig.
00:15:46: Und damit war das die älteste Gründung der Johannita in ganz Norddeutschland.
00:15:52: Hier hat sich eine sogenannte Kommturei entwickelt, also es war schon so eine Art wie ein Kloster, nicht genau ein Kluster und aus diesem Kern heraus hat sich dann eben eine Stadt außen rumentwickelt.
00:16:05: Diese Kirche war im Mittelalter auch eine Wallfahrtskirche und hier kamen ganz viele Leute her und daher musste so ne große Kirche her.
00:16:15: Heute hat Werben mit den Dörfern außen rum an die Siebenhundert Einwohner.
00:16:20: Vom dreißigjährigen Krieg waren es über drei Tausend.
00:16:23: Wenn man sich vorstellt, die Leute sind früher Sonntags alle in die Kirche gegangen, dann war die Kirch gar nicht mal so
00:16:29: groß.".
00:16:30: Jochen Grossmann hat eben die Kommtorei erwähnt – dies gleich neben der Kirche und wir kennen sie schon von unserem ersten Besuch im Werben.
00:16:37: Damals war einst der Gebäude auf dem Gelände eine Baustelle das sogenannte Verwalterinnenhaus des Warfen einem Gerüst umgeben.
00:16:45: Im Internet haben wir gesehen, dass man nun darin in sehr schicken Wohnen übernachten kann.
00:16:50: Wir treffen den Mann, der den Umbau in die Hand genommen hat.
00:16:54: Wir sind hier unterwegs und haben was gegessen im Café Lempel.
00:16:58: Schön!
00:16:58: Wir sind gestärkt, haben uns schon viel angeschaut in Verben aber jetzt wollen wir übernachtengernen.
00:17:03: Okay ja dann herzlich willkommen im Verweiterinnenhaus.
00:17:07: Wer sind Sie?
00:17:08: Und wo stehen wir hier?
00:17:10: einem ganz bedeutenden historischen Gelände ehemaligen Komptorei-Werben, muss man sagen.
00:17:15: Zu einer der wichtigsten Orte des Johanniter Ordens vor vielen, vielen Hundert Jahren.
00:17:20: und jetzt wollen wir das weiter entwickeln wieder neu sanieren zu nem ökologischen Modellprojekt mit vielen verschiedenen Funktionen Und ich bin Jureck Brücken, einer der Architekten die das hier entwickeln und planen und betreuen.
00:17:34: Und Sie haben das hier alles gekauft oder was?
00:17:36: Mit einem Kollegen zusammen David Göstler haben wir einen Teil des Geländes gekauft, das romanische Haus was gegenübersteht gehört weiterhin der Stadt.
00:17:44: Das ist das älteste und historisch bedeutendste Gebäude.
00:17:48: Es bewirbt und wurde gerade von der Stadt saniert und richtig genau.
00:17:52: wir haben uns als Gruppe zusammen getan um es hier zu entwickeln und suchen jetzt für die verschiedenen Gebäuden Partner um das auch zu finanzieren.
00:18:00: Ein Gebäudee ist schon fertig und da stehen wieder vor dass strahlt.
00:18:03: heute scheint die Sonne.
00:18:05: Das ist total gut.
00:18:06: Es wird beleuchtet von der Sonne und es ist vor kurzem fertig geworden, jetzt wird es vermietet an Gäste, die hier in Werben übernachten wollen.
00:18:14: Wir können ja mal ran treten?
00:18:16: Können wir eigentlich einen Blick reinwerfen?
00:18:18: Ja unbedingt!
00:18:18: Wir können gerne reingehen.
00:18:20: Viele Ferngäste sind gerade abgereist so dass wir jetzt in die Wohnung schauen können.
00:18:27: Wohnungen heißt ich miete nicht dieses ganze Gebäude
00:18:31: man kann auch das ganze gebäude mieten.
00:18:33: Wir haben auch immer wieder größere Gruppen.
00:18:35: Ungefähr zweiundzwanzig Personen können hier übernachten, wenn da wirklich alles belegt ist.
00:18:39: Es gibt sechs Wohnungen und einen gemeinsamen Sauna-Bereich.
00:18:42: Und einzigend ist aber natürlich auch möglich.
00:18:50: So wir ziehen die Schuhe aus oder?
00:18:53: Das wäre wahrscheinlich gut.
00:18:54: Ja das sieht ja so egel aus.
00:19:01: Genau, es riecht neu!
00:19:02: Es riegt sehr ökologisch.
00:19:04: Wir haben mit nur ökologiellen Materialen gearbeitet.
00:19:07: man sieht schon alles ist mit Leben verputzt.
00:19:09: Da drunter ist Holzfaserdämmung, im Geschoss unter uns.
00:19:12: Es ist alles mit Hanf und Kalk verarbeitet.
00:19:16: Der erste Eindruck, wenn man hier reinkommt, es ist sehr reduziert, fast ein bisschen karkt die Einrichtung.
00:19:22: Ganz schlecht ist unser Morte überhaupt in dem Büro so wie wir das mögen.
00:19:26: Für uns war wichtig dass die Materialien selber sind, die man sieht also der Leben, der Kalk des Holz unbehandelt Edelstahl bei den Küchen oder auch im Außenraum, also dass wir nichts aufhübschen.
00:19:38: Nichts über Tünchen sondern das ist immer das echte Material des.
00:19:41: man sieht es auch in den Bädern gleich noch da sind nur die Fliesen und das Holz.
00:19:45: Und ansonsten wollten wir auch hier eine Mischung aus alten und neuen Möbeln aber eben ganz reduzierte Möbelsstücke so dass Das einfach schlicht ist und dann angeeignet werden kann von den Menschen die hier bleiben und einziehen.
00:19:58: Wir stehen jetzt in der Küche mit einem Kaminofen Edelstahl, Küchendelemente nicht mal?
00:20:04: Richtig.
00:20:06: Wir haben die Räume so gelassen wie sie früher waren also alle Räumen sind im Prinzip so wie vorher und haben dann immer was wir neu hinzugefügt haben ganz bewusst abgesetzt.
00:20:15: Also im Innen- und im Außenbereich ist alles was neu hinzugekommen ist wie zum Beispiel die Glauben oder die Balkone oder auch die Küchen ganz schlicht ganz clean aus edelstahl modern neu im Gegensatz zu dem Alten.
00:20:31: Weil diese Balkone sind neu.
00:20:32: oder gab es die auch schon im Mittelalter?
00:20:34: Ne, die sind neu.
00:20:35: Wir haben einige Dinge hinzugefügt für eine zeitgenössische Nutzung
00:20:39: Und das darf man einfach hier in Balkon reinbauen.
00:20:41: Das ist ne große Diskussion mit der Denkmalbehörde und immer wieder haben wir uns da viel diskutiert und haben aber dann einen guten Kompromiss gefunden.
00:20:50: Und bei dem Balkon ist es besondere, dass die Balken des Hauses parallel zur Fassade laufen und es dann nicht ohne weiteres möglich ist ein Balkon da dran zu hängen.
00:20:59: Deswegen haben wir uns hier dafür entschieden einen baubotanischen Balkon davorzusetzen also einem Balkon der von Holzstützen gehalten wird vorerst.
00:21:07: Es sind aber auch zwei Bäume an den Balkonen gepflanzt und diese beiden Bäume werden über die Zeit, fünfzehn bis zwanzig Jahre so groß und so stark das sie als lebende Bäume die Tragfunktion der Stützen übernehmen.
00:21:19: Da wird der Balkon in Zukunft dran geschraubt.
00:21:22: Genau, es ist schon eine Aufhängung vorgesehen.
00:21:25: Die wird dann eingewachsen in den Baum und der Balkone hängt dann in fünfzehn bis zwanzig Jahren am Baum.
00:21:31: Wir durften uns das ganze Haus ansehen.
00:21:34: Kleiner Tipp für alle die hier übernachten wollen Mietet euch unbedingt das Turmzimmer Denn es geht über zwei Etagen und bietet eine fantastische Aussicht auf Werben Und die große Kirche nebenan.
00:21:45: Zum Schluss möchten wir euch noch einen Hinweis geben Selbst wenn er hier im Verwalterinnenhaus nicht übernachtet, dann könnte die Sauna am Keller mit bis zu sechs Personen für zwei Stunden buchen.
00:21:56: Jetzt haben wir ein Saunakubus mitten im alten Gewölbekeller.
00:22:01: Genau das ist die Saana vorne verglasst in dem letzten Gewölberaum und als Holzbox reingestellt.
00:22:13: Licht an?
00:22:14: Genau.
00:22:17: Dann heizt die Sauna auf, braucht ungefähr so dreißig bis vierzig Minuten, bis sie bei hundert Grad ist.
00:22:21: Es gibt auch Yoga-Matten.
00:22:24: Also es ist hier auch gedacht als Yoga-Raum oder Rohrraum vor allem für die Gäste des Hauses.
00:22:30: Den Link zum Haus findet ihr in den Schonots.
00:22:32: Darüber könnt ihr auch die Saune abbuchen und bekommt gleich den Eingangscode zugeschickt.
00:22:43: Jetzt waren wir schon zum zweiten Mal in Werben.
00:22:46: Und ja, neben der Hanse gibt's noch einige weitere Dinge, die ein Besuch wert sind.
00:22:51: Werben ist eine kleine Stadt am Elberadweg.
00:22:53: Die ist nicht überlaufen und deswegen etwas für alle die Ruhe suchen, das große touristische Angebot findet man hier nicht.
00:23:01: Aber Besucher, die Architektur lieben, die an Geschichte interessiert sind oder pure Natur genießen wollen, die sind hier genau richtig.
00:23:10: An zwei Wochenenden im Jahr solltet ihr aber auf jeden Fall mal nach Verben fahren Immer dann wenn sich die Stadt auf Zeitreise in die Biedermeierzeit begibt.
00:23:19: Die Biedermeiermärkte im Sommer und im Advent sind wirklich
00:23:22: absolute
00:23:23: Höhepunkte.
00:23:24: Und echt mal was
00:23:43: anderes!